Shepherd is not dead
Moin,
da stehen wir nun, 2023, Norddeutsches Schietwetter und es könnte nicht schöner sein. Unser neues Album “Shepherd is not dead“ kommt am 18.11.2023:
Überall wo man Musik streamen kann und als limitierte, gepresste Jewel Case CD mit exklusivem Mini Poster Klappcover, von Hand nummeriert. Als weiteren Leckerbissen gibt es auf dem Silberling einen Song mehr als bei den Streaming-Diensten. Von der Scheibe werden nur 80 Exemplare frei verfügbar sein. Ihr bekommt das gute Stück direkt über uns oder beim nächsten Konzert.
Wir sind dafür einen langen Weg gegangen.
Seit dem letzten Album „Gewissenslücken“ sind ca. 5 Jahre verstrichen. Das ist für eine lebendige, stetig arbeitende Band eine unglaublich lange Zeit. Wir wollten so vieles anders machen. Vor allem nicht wie beim Vorgänger ein ganzes Jahr mit Aufnahmen verbringen. Es sollte rauher, dreckiger, authentischer werden. Am Besten direkt live eingespielt, mit Jemanden, der von Anfang bis Ende die Hände an den Reglern hat – damit wir uns auf das Wesentliche konzentrieren können und damit es schneller geht.
Also los, Probeaufnahmen gemacht, Studio gefunden und dann hat Corona unser Leben auf den Kopf gestellt.
Lockdown, Social Distancing, ihr kennt die Scheiße. Aus dem Studio wurde unser Proberaum, aus unserem Aufnahmetechniker ein Bauleiter (er flog wegen ausbleibender Umsätze auch noch aus der Künstler-Sozialkasse) und schließlich saßen wir getrennt voneinander vor unseren Bildschirmen und versuchten zusammen das Beste daraus zu machen. Bis Peter wenige Stunden vor einem Streaming-Konzert plötzlich starb.
Aus. Ende. Die Zeit stand still.
Letztes Geleit, Seebestattung, Abschiedskonzert.
Das ist so leicht geschrieben. Was zu normalen Zeiten schon eine absolute Ausnahmesituation ist, war mit der Pandemie being fucked up and devastated at the same time.
Ok, Glück ist z.B. weitermachen zu können. Mit Marvin (Lärm Deluxe) und Kay (damals noch Unfinished Business) konnten wir die ersten Schritte gehen. Beide erklärten sich bereit für Peter am Bass und bei den Backings einzuspringen.
Blieb dann nur die Frage, wer dem Album den Feinschliff verleihen sollte, schließlich hatte kein geringerer als Witte von den Razors die letzten beiden Alben poliert.
Mit einem Umweg über Jochen Schefe, der bereits unser Tribute-Album bearbeitet hat, sind wir dann glücklicherweise bei Timo von unerhœrt Musik manufaktur gelandet. Hier hat „Shepherd is not dead“ seinen Hafen gefunden.
Augen zu, Augen auf, 5 Jahre sind vergangen. Es ist nach 30 Jahren wieder das erste Album, das im Kartoffelkeller aufgenommen wurde. Noch nie haben es so viele Lieder nicht auf das Album geschafft, noch nie haben wir so viele unterschiedliche Versionen von einem und demselben Song gemacht.
Viel von unserer Stimmung findet sich auf dem Album wieder, noch mehr als bei allen anderen Alben zuvor hat die politische und gesellschaftliche Situation unsere Musik beeinflusst.
Und noch nie hat es so lange gedauert.
Viele gute Menschen haben zum Gelingen ihren Teil beigetragen. Euch allen möchten wir danken, wir wären jetzt nicht da wo wir sind. Dreckig, authentisch und rauh.



